Die Ferien haben mit das Genick gebrochen. Ich habe aufgegeben - habe gekündigt! Leider wusste ich keinen anderen Ausweg. Heulend bin ich bei meinen Kolleginnen gestanden, um ihnen zu sagen, dass ich nicht weiß, wie ich alles unter einen Hut bekommen soll und somit nicht mehr arbeiten kann. Natürlich hätte ich meine Kinder auch mal für ein paar Stunden alleine lassen können; doch nicht drei Mal die Woche für 7 Stunden. Das geht einfach nicht - das mache ich nicht! Ich habe Max schon sehr...
... ach ja, und bevor es vergessen wird, Brückentage, Orientierungstage und sonstige schulfreie Tage. Wer hat eigentlich so viel Urlaub? Ich mit meinem 50 % Job sicher nicht. Jede berufstätige Mutter ärgert sich über diese vielen Ferien. Otto-Normal-Familien ist es fast nicht möglich, gemeinsam in den Urlaub zu fahren, da sich die Eltern die Ferienzeiten der Kinder aufteilen müssen. Grob überschlagen sind das 14 Wochen Ferien und darin sind noch keine Brückentage oder sonstige...

Im Sommer 2016 nahm mir das Jugendamt mein Kind weg! Zwei Wochen ging ich durch die Hölle, bis ich mein Kinder wieder in die Arme schließen konnte.
Seit einigen Wochen arbeite ich wieder. ENDLICH. Was habe ich mich doch gefreut, als der Rechtsanwalt bei mir anrief und meinte "Wenn Sie wollen, können Sie bei uns anfangen". Natürlich bin ich ganz happy.

So merkwürdig und fragwürdig dies alles auf uns wirkt, es entzieht sich mir die Grundlage einen Anwalt aufzusuchen. Plötzlich deckt der Träger die Aussage des Landkreises … Dann bin ich leider AUS!
Das Jugendamt hat keinen Träger aufgefordert, meine Dienste nicht in Anspruch zu nehmen. Dies wurde mir kurz vor Weihnachten doch noch vom Abteilungsleiter mitgeteilt, nachdem ich die für den Schlamassel verantwortliche Sachbearbeiterin gebeten habe, das "Missverständnis" zu bereinigen.
Arbeitsrechtlich kann ich nicht gegen das Amt vorgehen. Doch schuldig gemacht hat sich die Sachbearbeiterin allemal, weshalb mir nur noch das Zivilrecht über bleibt. Diesen Schritt aber zu tun versuchte ich zu umgehen und habe den Abteilungsleiter nochmal gebeten, sich der Sache anzunehmen.
... weil wir eben nicht wusste, weshalb sich das Kind so komisch verhielt, begann ein Ärzte- und Therapeuten-Marathon. Aber ich wusste, dass es nicht normal ist, dass ein Kind täglich ausrasten und schreien muss, auch nicht ein ADHS-Kind.

Ab heute hätte ich als Inklusionshelferin arbeiten können. Ich hätte einen Jahresvertrag gehabt, ein süßes Mädchen, das ich in der Schule begleitet hätte und eine nette Familie, die ich unterstützt hätte - wenn mir das Amt keinen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Jetzt sitze ich zu Hause und mir fällt die Decke auf den Kopf ...

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