Schaffa, schaffa, Heisle baua ... Umbau

Wat eén stress met de verbouwing - Stress pur auf  der Baustelle

 

Eigentlich wollten wir NUR ein neues Badezimmer, einen neuen Boden im Wohnzimmer, eine Garderobe und alle Wände gestrichen haben. 

Bei alten Häusern kommt aber immer mehr als man denkt. So sollten wir noch komplett neue Türen bekommen, also mussten die alten Türen rausgerissen werden. Weil das Dach noch nicht dicht war und es in diesem ewig heißen Sommer exakt 10 Minuten geschüttet hat, hatten wir einen Wasserschaden. Deshalb mussten wir in einem Zimmer einen neuen Laminatboden verlegen. Im angedachten Büro war der Boden irgendwie schief. Der Unterboden war komplett feucht und es wucherten interessante Pilzgewächse. Noch beim Herausnehmen des Bodens waren die darunterliegenden Holzbalken triefend nass. Teilweise sind die uns in der Hand zerbröckelt. Bis alles nasse Holzzeug und die Steine draußen war, standen wir 60 cm tiefer im Erdreich! Somit noch mehr Beton anrühren und betonieren, mit Sand auffüllen, abisolieren, ... Eimer um Eimer, Schubkarre um Schubkarre, Schweiß um Schweiß - alles bei 35 - 37°C!

 

Auch die Handwerker mussten bei Laune gehalten werden:  Maler, Verputzer, Sanitärinstallateur, Fliesenleger, Fensterbauer, Schreiner, ... jeder wollte irgendwann in den Sommerurlaub verreisen. Neben all dem Bautrubel waren wir also immer noch darauf bedacht, logistisch alles rechtzeitig zu schaffen.

 

Den Umzug wollten wir auf 2 Wochenenden aufteilen. Zunächst wollten wir nur die Betten, Kleiderschränke und das Wohnzimmer umgezogen haben. Wir haben uns eine Handvoll niederländischer Freunde von Johannes bestellt, die uns helfen sollten. Was wir dabei allerdings nicht bedacht haben, war,  dass Niederländer komplett anders umziehen, als Deutsche: wat eén stress!

 

Die Jungs haben sich alles geschnappt, was im alten Haus rumstand und haben es in den Umzugswagen gepackt. Ohne Plan, ohne Organisation, egal ob verpackt oder nicht.  "Komme was wolle - Alles muss mit!" - so lautet das Umzugsmotto der Niederländer. Weder durch mich, noch durch Johannes ließen sie sich aufhalten. Vieles war ja noch nicht mal verpackt. Ich musste mich letztlich ausklinken, sonst hätte ich vermutlich einen Tobsuchtsanfall bekommen. So froh ich um die Hilfe war, so froh war ich auch, als die Jungs wieder weg waren.

Zurück blieb ein horrormäßiges Chaos. Nichts, aber auch gar nichts stand da, wo es sollte. Alle Sachen irgendwo querbeet auf dem gesamten Grundstück verteilt, teilweise waren Möbel beschädigt, weil alles so schnell ging.  Das Hinterste stand vor dem Vordersten, das Unterste zuoberst . Diesen Tag werde ich nie mehr vergessen. Ich bin ja schon oft umgezogen - aber so etwas habe ich noch nie erlebt - planlos, chaotisch, katastrophal!  Ich finde so viele Sachen bis heute nicht zurück!

 

Aber nun gut, wir sind dann endlich im neuen Domizil eingezogen.

 

Max musste ab August wieder zum Unterricht und Fiona hatte noch Ferien. Irgendwie sollte ich als Mutter meinen Kindern ja auch noch gerecht werden. Deshalb habe ich mir nach dem Umzug die  Zeit genommen, mit den zwei Mäusen ein bisschen was zu unternehmen.

 

Bis im Herbst haben wir es jedoch geschafft, neben vielen "Kleinigkeiten",  ein endlich komplettes Badezimmer, drei neue Türen, ein neues Bürozimmer und ein wunderschönes Wohn-/Esszimmer mit neuem Boden zu haben. Einige neue Möbel wurden angeschafft und wir freuen uns jedes Mal, wenn wieder irgend etwas fertiggestellt ist und endlich seinen Platz gefunden hat.

 

Viele Sachen müssen natürlich noch getan werden, doch das kann jetzt Schritt für Schritt erledigt werden. Das wichtigste jedoch ist:

Wir fühlen uns super wohl in unserem Haus und freuen uns jeden Tag daran!

 

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