10-3-2018 Arbeit - ach, wie schön ist das

 

Seit einigen Wochen arbeite ich wieder. ENDLICH. So richtig mit Vertrag und Geld und Urlaub und so.

 

Ich habe doch tatsächlich einen soliden und guten Bürojob bekommen. Was habe ich mich doch gefreut, als der Rechtsanwalt bei mir anrief und meinte "Wenn Sie wollen, können Sie bei uns anfangen". Natürlich bin ich ganz happy.

 

Seit zwei Jahren saß ich – mit kleinen Unterbrechungen – zu Hause rum. Ich konnte schon keinen Haushalt mehr sehen. Umso motivierter bin ich nun. Und vor allem bin ich so glücklich wieder in meinem Erst-Beruf zu arbeiten. Zwar war ich damals beim Gericht angestellt, aber ein Rechtsanwaltsbüro ist doch sehr ähnlich. Das gleiche Fachjargon. Wieder nach Diktat schreiben, nicht zu verstehen, was diktiert wurde, in den Akten suchen, mit den Kolleginnen lachen. ARBEIT – ach wie schön ist es, wieder wer zu sein. Und das Gute daran, nach Feierabend gehe ich heim und lass die Akten einfach liegen, ohne dass mich irgendwas "verfolgt". 

 

Fast übernehme ich mich etwas, weil ich es halt recht machen will. Zu Hause bleibt erstmal wieder viel liegen, weil ich in der Tat kaputt bin, wenn ich heim komme. Doch selbst das genieße ich. Aber das pendelt sich schon ein.

 

Vor Weihnachten hatte ich diese Ohrgeräusche, Pfeifton, Schwindel etc. Klare Stressymptome – es war ja auch eine harte Zeit. Ab und zu rauscht es mal  noch in den Ohren, doch im Großen und Ganzen ist es wieder ok. Trotzdem meinte der HNO-Arzt, ich solle zur Reha… Natürlich werde ich das nicht tun. Weshalb auch.

 

Mit beiden Kindern läuft es super. Ich habe sehr viel Ruhe, gehe regelmäßig zum Rehasport, lebe in einer wundervoll verliebten Beziehung, habe keine finanziellen Sorgen und darf sogar endlich wieder arbeiten gehen – was also soll in der Reha therapiert werden? Über welche Schandtaten soll ich berichten?  Reha – NEIN, danke, erholen tue ich mich zu Hause.

 

Und wenn ich heute wieder faul auf dem Sofa rumliege und die Ruhe genieße, sage ich zu Johannes: "Ich habe einen Reha-Tag". Dann lachen wir  und die Welt ist in Ordnung.

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0