20-12-2017 Wir haben sicher nichts falsch gemacht...

 

Wie bereits im Artikel vom 14-12-2017 beschrieben, wäscht sich die Jugendhilfe die Hände in Unschuld. Weil es mich ärgert, ohne Arbeit da zu stehen, wollte ich der Sachbearbeiterin des Amtes, die mich bei meinen Arbeitgebern "angekreidet" hat, auch noch ein bisschen das Weihnachtsfest versüßen. Soll die sich doch auch mal Gedanken dazu machen, was sie mit mir und meiner Familie angestellt hat. Deshalb schrieb ich Ihr einen Brief, in dem ich Sie persönlich dazu aufforderte, die Sache zu bereinigen und sich bei den Trägern, also meinen Arbeitgebern, zu revidieren. Um sie etwas ins Schwitzen zu bringen, habe ich ihr wahrheitsgemäß mitgeteilt, dass ich gleich im neuen Jahr einen Termin bei einem Rechtsanwalt habe, der mich darüber informiert, wie ich nun weiter vorgehen kann. 

 

Noch am selben Tag erhielt ich ein Antwortschreiben des Abteilungsleiters, bei dem die Sachbearbeiterin mein Schreiben vorgezeigt hat:

 

"Sehr geehrte Frau W.,

 das beigefügte Schreiben ist mir von Frau Sch. zugeleitet worden. Ich möchte abschließend noch einmal darauf hinweisen, dass das Jugendamt keinen Träger aufgefordert hat, Ihre Dienste nicht in Anspruch zu nehmen. In der Angelegenheit auf die sie sich offensichtlich beziehen, verhielt es sich so, dass sich der Träger bei Frau Sch. mit der Frage gemeldet hat, welches Qualifikationsprofil für das zu versorgende Kind am besten geeignet erscheint. Hier war ausschließlich nach der beruflichen Qualifizierung (Ergotherapie alternativ Erzieherqualifikation) gefragt worden. Die Träger haben im Gegensatz zum Fachdienst des Jugendamtes keine vertieften persönlichen Kenntnisse zu den zu betreuenden Kindern. Dies führt im einen oder anderen Fall dazu, dass sich die für die Koordinierung der Einsätze zuständigen Mitarbeiter des freien Trägers hier erkundigen und um einen fachlichen Rat, bezogen auf das zum Kind passende Anforderungsprofil, nachfragen. Hier geht es nicht darum Personen zu benennen, sondern darum, welche fachlichen Kompetenzen angemessen sind.

 

Ich hoffe, dass Sie meinen Erläuterungen folgen können. Eine andere Aussage kann ich Ihnen von hier auch bei nochmaliger Nachfrage nicht geben.

 

Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich schöne Weihnachtstage und für das kommende Jahr 2018 alles Gute.

 

Mit freundlichem Gruß

 

Abt. Allgemeiner Sozialdienst
Landkreis"

 

Nun liegen mir also zwei Schreiben vor, die sich widersprechen. Vom Träger kam damals die Absage mit dem Tenor "...wir müssen die Entscheidung des Landkreises so akzeptieren..." und der Landkreis schreibt ".... wir haben keinen Träger aufgefordert, Ihre Dienste nicht in Anspruch zu nehmen ..." - Mündlich habe ich jedoch von der betreffenden Familie auch den Satz "...Das Jugendamt hat gesagt: Fr. W. können wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht einstellen,  wir müssen uns jemanden anderen suchen ..." Wenn ich inhaltlich dem Schreiben des Abteilungsleiters glauben darf, ging es um eine Qualifizierungsfrage - somit ist meine Qualifizierung für das betreffende Kind nicht ausreichend, oder wie?  Was stimmt denn nun? Hat das Jugendamt sich nun negativ über mich geäußert oder findet der Träger tatsächlich keine bessere Absage, als die Schuld auf eine unzuständige Behörde zu schieben?

 

Der Rechtsanwalt hat mir telefonisch jedenfalls schon gesagt, dass irgendwer für meinen Dienstausfall aufkommen muss, weil "eine Vertragsunterzeichnung in Erwartung" war, die kurzfristig geplatzt sei. Ich bin sehr gespannt auf den Anwaltstermin.

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