29-11-2017 Darf´s noch etwas mehr sein?

Als wäre das Bewusstwerden, dass das Amt mich ablehnt, nicht genug, flattert mir am Samstag eine Mahnung über einen nicht geringen Betrag ins Haus. Das Ganze ist so winzig klein geschrieben, dass ich erstmal die Brille aufsetzen musste, um überhaupt was zu entziffern. "Mahnung" las ich fett, beim Rest allerdings musste ich suchen. Von wem kommt das? Um was soll es gehen? Mein Kopf ratterte schon wieder auf Hochtouren. Konnte das sein, hatte ich tatsächlich was vergessen? Ach ja, da fand ich es, es geht um

H.z.E., Kostenbeitrag und Aufwendungsersatz i.E.

ja, klar, jetzt verstand ich … und zwar kein einziges Wort!

 

Für die Mittagsbetreuung meines Sohnes fallen mir, laut Bewilligung, eindeutig keine Kosten an; und eine Festsetzung bezüglich des Kostenbeitrages für meine Tochter habe ich längst erhalten.  Was also soll denn bitteschön noch anfallen? Ich weiß von nichts, habe auch nie eine Rechnung erhalten. Wir haben ja noch nicht einmal den Bewilligungsbescheid erhalten, dass Fiona überhaupt in dieser Einrichtung untergebracht ist. Schon seit September frage ich danach, mir doch bitte diese Bewilligung zu zusenden. Noch bevor wir das Kind in die Wohneinrichtung brachten, bekamen wir von der wirtschaftlichen Jugendhilfe ein Formular, in dem wir – "…wie bereits über die Heranziehung zu den Kosten informiert…" - Angaben zu unseren Einkünften machen sollten. Wir wurden aber zu keiner Zeit über anfallende Kosten informiert. Wie das Amt selbst schreibt, ist dies jedoch eindeutig eine Voraussetzung für eine weitere Kostenforderung.

 

Weil dies also von uns verlangt wurde, habe ich meine Finanzen offen gelegt. Auf meine weiterhin bestehende Bitte, mich noch insgesamt über das Kostenprozedere zu informieren, wurde mir nur mitgeteilt, dass man mir das erst dann sagen könne, wenn ich meine Angaben gemacht hätte.  So kam zu Anfang November eine Kostenfestsetzung, in der sogar Rückstände seit September gefordert werden – doch wurde uns noch immer nicht mitgeteilt, welche Kosten überhaupt verlangt werden, wie sich die Eltern prozentual an den Kosten für die Unterbringung zu beteiligen haben, welche Gelder mir vom Lohn einbehalten werden, und, und, und. Da ich wieder arbeiten gehe, ist es mir natürlich wichtig zu wissen, wie viel ich verdienen darf oder ab wann mir was davon abgezogen wird.

  

Wir haben das Gefühl, das Amt darf alles von uns fordern und wir müssen Folge leisten – aber meinen Forderungen wird nicht nachgekommen.  Bis heute habe ich noch immer keinen Bewilligungsbescheid über Fionas Maßnahme. (Ich weiß noch nicht einmal, für wie lange die Bewilligung gilt!). Ebenso wurden wir immer noch nicht über die Kostenerhebung aufgeklärt (die vielen §§§ sagen mir nichts, so viel Aufklärung darf man vom Amt doch erwarten). Und jetzt soll ich wohl auch noch eine Mahnung über 157,- Euro bezahlen, ohne zu wissen, für was dieses Geld überhaupt sein soll? Was ist da los in diesem Amt?

 

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